Heuneburg

Heuneburg, früher auch Hainenburg, nennt man die Überreste einer alten Wallanlage auf einem Höhenrücken bei Lichtenberg. Es ist das bedeutensde Bodendenkmal im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Aus “Die Gemeinde Fischbachtal und ihre Ortsteile” Seite 25: Die Ringwälle wurden als Schutzburgen gegen die Germanen errichtet.

Man ging früher davon aus, die Anlage sei etwa 100 nach Christus als kleine Fliehburg in der keltisch-germanischen Zeit erbaut worden.

Heute ist davon auszugehen, dass es sich um eine Anlage aus der Zeit der alamannischen Okkupation, etwa 4./5. Jahrhundert nach Christus, handelt. Diese diente wohl einem regionalen Herrscher (Kleinkönig) als Sitz. Für eine Fliehburg ist die Anlage mit ca. 2,1 ha als zu klein anzusehen.

Die Heuneburg hatte in etwa eine ovale Form und erreichte eine Ausdehnung von 180 zu 120 Metern.

Bei Grabungen konnte man feststellen, dass die einstige Mauer einen Durchmesser von 3- 3,50 Metern hatte. Sie war im typischen keltischen Stil aus- geführt, d.h. sie war mit schweren Holzbalken versehen und mit Granit befüllt.

Heute findet man dies alles in der genannten Form nicht mehr im Wald. Aber der aufmerksame Besucher wird noch immer die Wallanlangen erkennen können und damit die Ausdehnung der einstigen Anlage erahnen.

Ganz in der Nähe findet man auch die ehemalige Holzarbeiterunterkunft „Hütte Kernbach“ – eine Wanderung auf die Heuneburg von Lichtenberg aus ist ein sehr schöner Waldspaziergang durch teilweise uralte Buchenwälder

Dieser Beitrag wurde unter Heuneburg abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.